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Kombucha ganz einfach selber machen


In den letzen Jahren ist der sogenannte Kombucha zum richtigen Trend-Getränk geworden. Meiner Meinung nach völlig zu Recht. Ich bin selber großer Fan des spritzigen, süß und leicht säuerlich schmeckenden Getränks. Vor allem im Sommer und an besonders heißen Tagen genieße ich gerne ein großes Glas mit Wasser verdünntem Kombucha, in den ich auch öfter frische Beeren, etwas Zitrone und manchmal sogar ein bisschen selbstgemachte Holundersirup gebe.

Aber, dass man Kombucha ganz leicht selber machen kann, das habe ich nicht immer gewusst. Lange Zeit habe ich Kombucha in Glasflaschen (für teures Geld) aus dem Supermarkt nach Hause gekarrt. Als ich dann aber herausfand, dass ich mir Geld, Zeit und etliche Fahrten zum Recyclinghof ganz einfach sparen kann, war ich natürlich sofort überzeugt von der Idee, Kombucha selbst herzustellen.

Den Anstoß zum eigenen Kombucha hat mir die liebe Jelena vom Blog Schnabularasa gegeben. Kurze Zeit später habe ich mir einen eigenen Scoby zugelegt (was das ist, erkläre ich ein bisschen weiter unten) und meinen ersten Kombucha angesetzt. Ich war begeistert und bin es immer noch. Wie leicht das Ganze geht hat mich echt überrascht. Und: Ich kann den Kombucha genau so ansetzen, so lange fermentieren lassen und auch zubereiten, wie ich es am liebsten habe.

Fazit: Super einfach, echt vielseitig, spart Geld und ist dann auch noch gesund. Für mich ein echter Favorit.

Anmerkung: Meinen ersten Scoby habe ich bei Fairment bestellt.


Was ist Kombucha eigentlich?

Die Basis von Kombucha ist gezuckerter Tee, meistens Schwarztee, aber manchmal auch Grün- oder sogar ausschließlich Fürchtetee. Durch einen Fermentationsprozess gärt der Zucker im Tee und so entsteht unser Kombucha. Um den Fermentationsprozess zu starten, benötigt man eine eigene Kultur, also einen Teepilz. Dieser Pilz wird auch „Scoby“ genannt (Symbiotic Culture of Bactria and Yeast, zu Deutsch symbiotische Bakterien und Hefe Kultur). Der Scoby wird also dem Zuckertee beigegeben und nach nur wenigen Tagen entsteht so Kombucha. Dadurch, dass der Zucker gärt, enthält der Kombucha eine ganz geringe Menge an Alkohol, also Achtung bei Kleinkindern und in der Schwangerschaft.

Ist Kombucha wirklich so gesund?

Durch den Fermentationsprozess und die dadurch resultierenden lebenden Bakterien- und Hefekulturen im Getränk unterstützt der Kombucha einen gesunden Darm und fördert die Verdauung. Zusätzlich sind im Kombucha viele wichtige Vitamine enthalten, wie etwa Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, aber auch einige Aminosäuren, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Kombucha ist auch eine gute Lösung für alle, denen Wasser allein zu langweilig schmeckt, die aber gerne auf den vielen Zucker in herkömmlichen Soft-Drinks verzichten wollen. Kombucha lässt sich auch ganz einfach mit Wasser und/oder Obstsäften mischen und ist so super vielseitig.


fertiger Kombucha im Ansatzgefäß
Kombucha serviert mit Himbeeren und Eis

Kombucha

Einfaches Kombucha-Grundrezept
Zubereitungszeit 15 Min.
Stehzeit 5 d
Gericht Getränke
Kalorien 12 kcal

Equipment

  • 3 Liter Glasgefäß

Zutaten
  

  • 1 Scoby
  • 300 ml Ansatzflüssigkeit
  • 200 g Zucker
  • 600 ml Schwarztee (auch mit Früchtetee kombinierbar)
  • 2 l Wasser

Anleitungen
 

Kombucha Ansetzen

  • 600 ml Wasser zum Kochen bringen und ca. 3 Schwarzteebeutel maximal 10 Minuten lang ziehen lassen. Wenn gewünscht, kann man auch zusätzlich noch 1 Früchtetee oder anderen Lieblingstee für verschiedene Geschmacksrichtungen hinzugeben.
  • In ein großes Behältnis 200 g Zucker geben und diesen mit dem fertigen Tee aufgießen. Gut umrühren.
  • Anschließend ca. 2 l kaltes Wasser hinzugeben. Wieder gut umrühren, bis sich der ganze Zucker gelöst hat.
  • Wenn die Flüssigkeit kalt ist, die Ansatzflüssigkeit und den Scoby hinzugeben.
  • Das Behältnis mit einem Stofftuch abdecken (der Kombucha muss Luft bekommen). Dann bei Raumtemperatur für mehrere Tage stehen lassen.
  • Nach ungefähr 4 – 5 Tagen kann man den Kombucha kosten. Wenn man den Kombucha gerne stärker hat, dann ca. 7 Tage stehen lassen (maximal 10). Ich finde 4 – 5 Tage reichen aus.
  • Den fertigen Kombucha durch ein Sieb in saubere Flaschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Hier hält er sich ca. eine Woche. (Achtung: Er fermentiert auch hier weiter, aber deutlich langsamer.)

Aufbewahrung des Scoby

  • Ca. 300 ml des fertigen Kombuchas mit dem Scoby in ein Gefäß füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Hier hält er sich ein paar Monate, bis du wieder neuen Kombucha ansetzen möchtest.

Notizen

Der Kombucha schmeckt mit Wasser verdünnt besonders gut. Auch ist es lecker, ihn mit Fruchtsäften oder einem Sirup zu mischen.
 
Der Scoby vermehrt sich jedes mal weiter. Man muss die neuen Teepilze allerdings nicht alle aufheben und selber weiterverwenden, sie eignen sich zum Beispiel super als Geschenk oder auch als Pflanzendünger.


Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kombucha

https://www.fairment.de/wissen/kombucha-wissen/kombucha-pilz/

https://www.fairment.de/wissen/kombucha-wissen/7-grunde-kombucha-zu-trinken/

https://kombuchery.de/blogs/kombucha/einsteiger-anleitung-rezepte

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